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8.6   Robert Andrews Millikan

geboren: 22.03.1868 in Morrison, Illinois, USA
gestorben: 19.12.1953 in San Marino in Kalifornien, USA

Robert Andrews Millikan

R. A. Millikan war eine vielseitige Persönlichkeit. Er war nicht nur ein ausgezeichneter Experimentator, sondern hatte auch ein Gefühl dafür, wo es sich nach neuen Entdeckungen zu suchen lohnen würde. Darüberhinaus war er ein guter Redner, Lehrer und Organisator. Unter seiner Leitung gelangte das Institute of Technology zu Weltruf.
Bild: Courtesy of the Archives, California Institute of Technology.

Robert Andrews Millikans Bildungsweg in die Physik war nicht von Anfang an vorgezeichnet. Geboren und aufgewachsen ist Millikan in der ländlicher Umgebung von Morrison, Illinois, in den Vereinigten Staaten von Amerika. Seine Vorfahren waren schon vor 1750 in die USA eingewandert und als Pioniere in den Mittleren Westen gezogen. Nach Abschluss der Maquoketa High School in Iowa arbeitete Millikan einige Zeit als Journalist, bis es in an das Oberlin College in Ohio zog. Dort zeigte er vor allem Begeisterung für Griechisch und Mathematik.

Nach seinem Abschluss erhielt er für zwei Jahre eine Lehrstelle, in der er die Grundlagen der Physik unterrichten musste. Während dieser Zeit lernte Millikan erst das Fach kennen, in dem er später seine hervorragenden Erfolge feiern sollte. 1893 diplomierte er in Physik und erhielt eine Anstellung an der Columbia University. 1895 promovierte er mit einer Arbeit über die Polarisierung von Licht.

1895-1896 verbrachte Millikan ein Jahr an den deutschen Universitäten Berlin und Göttingen. 1896 folgte er dem Ruf von Michelson, bei dem er Assistent am neu eingerichteten Ryerson Laboratory an der Universität von Chicago wurde. Als hervorragender Lehrer wurde Millikan im Jahre 1910 Professor und blieb als solcher bis 1921 in Chicago.

Als Experimentator zeichnete sich Millikan durch seinen genialen Einfallsreichtum und seine Geschicklichkeit aus. Seine ganz großen Erfolge konnte er dort feiern, wo es darum ging, Voraussagen von theoretischen Physiker zu beweisen.

Sein experimenteller Durchbruch gelang ihm mit der Bestimmung der elektrischen Elementarladung mit Hilfe des legendären Öltröpfchen-Versuches (1910).

Als nächstes verifizierte er den Photoelektrischen Effekt und zeigte die Gütigkeit der Einstein’schen Formel E = h·n. Bei dieser Gelegenheit bestimmte er zum ersten Mal direkt über photoelektrische Methoden den Wert des Planck’schen Wirkungsquantums h (1912-1915), ein Versuch, den heute noch jeder Physikstudent im Praktikum nachvollziehen muss.

Seine Untersuchungen der Braun’schen Bewegung führte er so gründlich und überzeugend durch, dass danach keine Einwände gegen die Anschauung aufzubringen waren, dass Materie aus kleinsten Teilchen, den Atomen, bestünde.

Nach einer solchen Erfolgsstory ist es verständlich, dass die damalige Weltphysikermeinung in die Richtung tendierte, dass es Dinge, die Millikan entdeckte, geben musste, und die, die er nicht entdeckte, nicht geben konnte. Als er Anfang der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts verkündete, dass er keine Spur einer Kosmischen Strahlung ausmachen könne, war das ein schwerer Schlag für Viktor Hess, umso mehr, als Millikan wenige Jahre später erklärte, eine extraterrestrische Strahlung entdeckt zu haben, die er Millikan’sche Strahlung nennen wollte.

R. A. Millikan &uumberprüft ein Elektroskop

Da Millikan bei eigenen Messungen Anfang der 20er Jahre keinen Hinweis auf eine außerirdische Strahlung finden konnte, übte er vernichtende Kritik an den Veröffentlichungen von Viktor Franz Hess. Als Millikan im Jahre 1925 seine Messmethoden verbesserte, ergaben seine Experimente Ergebnisse, die auch ihn von der Existenz der Höhenstrahlung überzeugten. Millikan war dermaßen begeistert, dass er diese Entdeckung als die seine feierte und der Strahlung den Namen Millikan’sche Strahlung gab. Viktor Hess war deswegen lange Zeit tödlich beleidigt. Der Nobelpreis, den er 1936 erhielt, konnte ihn wieder versöhnen.
Bild: Courtesy of the Archives, California Institute of Technology.

Millikans unbemannte Ballone ermöglichten Messungen in der Stratosphäre

Millikan entwickelte Elektrometer, die ihre Messdaten selbst registrierten. Dadurch brauchte während der Messung kein Experimentator anwesend sein, was den Ballon massiv entlastete. Dadurch konnten Millikans Ballone in Schichten der Atmosphäre vordringen, die nie zuvor ein Mensch betreten hatte.

Wenn Robert Andrews Millikan letztendlich auch die Entdeckung der Kosmischen Strahlung nicht für sich beanspruchen konnte, so prägte er doch den Namen, den sie bis heute weltweit trägt: Cosmic Rays.

Außerdem zählt es mit zu seinen Verdiensten, dass einige der famosen Entdeckungen in der Kosmischen Strahlung an seinem Institut in CalTech gemacht wurden. Wieder war er es, der das große Potential der Wilson’schen Nebelkammer in Verbindung mit einem Elektromagneten als erstes abschätzen konnte und einen seiner Studenten, Carl David Anderson, damit auf die Kosmische Strahlung ansetzte. Das Ergebnis war die Entdeckung zweier neuer Elementarteilchen und ein Nobelpreis für Anderson.

Seit 1921 war Robert Andrews Millikan Vorstand des Norman Bridge Laboratory of Physics am California Institute of Technology (CalTech), Pasadena. Unter seiner Leitung erlebte das Institut eine seltene Blütezeit. Im Jahre 1946 ging Millikan in den Ruhestand, und soll seine letzten sieben Lebensjahre vor allem mit Tennisspiel und Golf verbracht haben.

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Genry/Male/21-25. Lives in United States/IL/Chicago, speaks English and Italian. Eye color is brown. I am muscular. I am also passive. My interests are bodybulding/swiming.
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